Der Start in den Frühling fand in diesem Jahr etwas später statt, als in den letzten Jahren. Die Ursache lag an den Wetterkapriolen der Monate Januar und Februar.
Der Winter allgemein zeigte sich in unseren Breiten recht winterlich. Dabei war das Wettergeschehen deutschlandweit sehr stark differenziert. Für die Winterperiode Dezember 2025 bis Februar 2026 wurden vom Wetterdienst Temperaturspitzen zwischen +23,0 °C in Ohlsbach (Baden-Württemberg) und -21,7 °C in Oberstdorf (Bayern) ermittelt (Quelle: WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH).
Dabei wies der Norden und auch der Osten deutlich kühlere Temperaturen gegenüber dem milderen Südwesten auf. Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,8 °C lag der vergangene Winter nahe dem langjährigen Mittel 1996 – 2025. Das lag besonders an den anhaltenden Frostperioden im Januar und Februar dieses Jahres. Damit rutschte der Januar erstmalig seit 30 Jahren wieder unter das langjährige Klimamittel.
Da die kälteren Temperaturen hauptsächlich im Osten und Norden zu verzeichnen waren, gab es an der Ostsee ein besonderes Schauspiel. Nach vielen Jahren bildete sich insbesondere um Rügen ein Eispanzer und die Ostsee war sogar wieder teilweise zugefroren.
Trotz ergiebiger Schneefälle blieben die Niederschläge unter dem langjährigen Mittel. Dadurch konnte das Wasserdefizit, das besonders durch das trockene Jahr 2025 verstärkt wurde, wieder nicht verbessert werden.
Auch wenn die aktuellen Nachttemperaturen weiterhin sehr kühl sind und damit das Auflaufen der Frühjahrssaat verzögert wird, konnte getreu dem Spruch „Im Märzen der Bauer …“, die Frühjahrsbestellung in der Pahren Agrar Kooperation zügig begonnen werden.
Als Anmerkung zum immer wieder zitierten langjährigem Mittel sollte man bedenken, daß dieses Mittel immer wieder fortgeschrieben wird und insgesamt 30 Jahre umfaßt. Wenn wir heute vom langjährigen Mittel reden, ist es der Zeitraum von 1996 bis 2025. Da in diesem Zeitraum sich sowohl das Temperaturniveau als auch die Niederschlagssummen stark verändert haben, ist dieses Mittel immer unter den veränderten klimatischen Verhältnissen zu betrachten und ist nicht mit den Zeiträumen vor 1995 gleich zu setzen.


